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Kromfohrländer in Glatt- und Rauhhaar












Bonny mit Banja und deren Tochter Bayuna

Der Kromfohrländer ist ein anpassungsfähiger, schlauer, mittelgroßer Begleithund.
Er ist fremden Menschen zurückhaltend, lässt sich jedoch nach kurzer Zeit von deren guten Absichten überzeugen. Der Kromfohrländer hat so gut wie keinen Jagdtrieb.

Er enstand in den Nachkriegsjahren des 2. Weltkrieges aus, so vermutet man heute, einem Griffon Vendéen und einer Foxterrier Hündinn.
Die Welpen der beiden Hunde hatten alle eine große Ähnlichkeit und so wurde die Paarung bewusst wiederholt.
1955 wurde der "Kromfohrländer" offiziell als Rasse anerkannt.

Kein Kromi- so wird er liebevoll genannt- gleicht dem anderen vom Aussehen. So gibt es den Kromfohrländer auch in zwei verschiedenen Haararten: Rauhhaar und Glatthaar. Beide Haararten gibt es noch in unterschiedlichen Längen: kurz, mittel und lang. Auch die Fleckenverteilung ist bei jedem Hund anders.
Unten auf dieser Seite steht noch einiges zu den Haararten des Kromis.

















Kromfohrländer mit Glatt-Kurz und Glatt-Lang


Nachdem die Kinder groß genug waren (damals 11,10 und 5 Jahre alt), wollten wir endlich wieder einen Hund haben.
Es sollte ein mittelgroßer (da wir viel reisen und der Hund bei Autofahrten im Fußraum des Beifahrers liegt), gelehriger Hund ohne Jagdtrieb und möglichst ohne Eigengeruch sein. Doch gab es so einen Hund überhaupt?
Viele Hundebücher wurden studiert und schließlich landeten wir beim Kromfohrländer. Wir besuchten viele Homepages von Kromfohrländerbesitzern und holten uns weitere Informationen über diese Hunderasse. Mit den beschriebenen Eigenschaften und vom Aussehen entsprach der Kromfohrländer genau dem Hund nach dem wir suchten.
Ostern 2004 lag dann eine Züchterliste, mit allen Züchtern die in nächster Zeit einen Wurf erwarten bei uns im Haus. Da wir einen glatten Kromi suchten blieben nur noch 3 Züchter. Einer zum Glück hier im Süden. Schnell wurde Kontakt aufgenommen und bei dem netten Gespräch wurden wir sogleich auf eine Kromfohrländer Wanderung in der nächsten Woche eingeladen. Bei dieser Gelegenheit konnten wir die Kromfohrländer in natura bewundern und wurden in unserem Beschluss gestärkt so einen Hund in unsere Familie aufzunehmen. Auch bei dem Zwingertreffen des Zwingers wo wir uns einen Welpen erhofften waren wir 2 Wochen später. Wir hatten auch dort viel Spaß und uns wurde versichert, dass wir sehr gute Chancen für eine Hündinn aus dem Wurf hatten.
Bald darauf wurde die Hündinn läufig und gedeckt. Doch es kam anders als wir dachten. Bei einem Anruf haben wir erfahren, dass die Hündinn leider nicht schwanger geworden ist. Doch noch im selben Telefonat bekamen wir die Adresse von einer Züchterin in der Schweiz, bei der es vor 12 Tagen einen großen Wurf (9 Welpen) gegeben hatte. Vielleicht- ja ganz vielleich wäre da noch ein Welpe frei.
So riefen wir noch am selben Abend bei der Züchterin an und zu unserem großen Glück war noch eine der 3 Hündinnen frei. Am Wochenende fuhren wir in die Schweiz um uns vorzustellen. Am Ende des Tages gingen wir glücklich nach hause- in 8 Wochen würde ein Hund dieser wundervollen Rasse bei uns wohnen- Bonny.
Seitdem sind wir von dieser Rasse absolut fasziniert und sind jeden Tag glücklich, dass Bonny bei uns lebt.

Seit Februar 2011 lebt eine 2. Kromfohrländer Hündinn, Amy vom Oberen Legel, bei uns.
Näheres zu Amy findet man hier *Amy klick*





















Drei Kromfohrländer (Cisco, Bonny und Dusty). Vom Aussehen her ist jeder Kromfohrländer ein absolutes Unikat. Obwohl es sich bei den oben gezeigten Hunden um glatthaarige Kromfohrländer handelt, unterscheiden sich diese zudem noch in Felllänge, Fleckenverteilung und Farbe.

Bei der Farbe des Kromfohrländers steht im Rassestandart folgendes:

Am Körper: Grundfarbe weiß, hellbraune, rotbraune bis stark dunkelbraune Abzeichen in Form von verschieden großen Flecken oder als Sattel. Schwarze Haarspitzen bei brauner Unterwolle erlaubt.
Am Kopf: Hellbraune, rotbraune bis dunkelbraune Abzeichen an den Backen und über den Augen und auf den Ohren. Weitgehend symmetrisch unterteilt mit einer bis auf die Stirn reichenden oder bis zum Nacken durchgehenden weißen Zeichnung (symmetrische Maske mit Blesse).


So wird der Kromfohrländer auch in zwei verschiedenen Haartypen gezüchtet: Glatt- und Rauhhaarig. Diese beiden Haararten unterscheiden sich zudem noch in der Felllänge.



Der Rasse-Standart besagt bei

-Glatten Kromfohrländern: dichte, weiche Textur, ohne Bart.
Haarlänge am Widerrist und auf dem Rücken nicht länger als 7 cm. An den Seiten kürzer, etwa 3 cm. Haar gut am Körper anliegend. Die Ohren, die Unterseite des Halses und die Brust sind länger behaart. Rute mit guter Fahne, gute Befederung an den Rückseiten der Vorderläufe und der Oberschenkel erwünscht. Am Gesicht und am Fang kurzes Haar. Unterwolle vorhanden, kurz und weich.

-Rauhen Kromfohrländern: dichte, rauhe Textur, mit Bart.
Haarlänge am Widerrist und auf dem Rücken nicht länger als 7 cm. An den Seiten kürzer, etwa 3 cm. Das Haar auf dem Rücken, an Vor- und Hinterhand ist härter als an den Seiten. Am Gesicht und am Fang längeres Haar. Haare an den Ohren dem Körperhaar entsprechend. Unterwolle vorhanden, kurz und weich.


Hier sind ein paar Beispiele:

Kromfohrländer mit kurzem Fell:

Rauh-Kurz














Glatt-Kurz


Rauh-Mittellang

Glatt-Mittellang


Rauh-Lang

Glatt-Lang




































In den meisten Büchern wird der Kromi wie folgt beschrieben. Darunter stehen jeweils unsere eigenen Erfahrungen, die wir mit Bonny gemacht haben.


-kein Jagdtrieb
Das ist wirklich eine sehr angenehme Sache am Kromi. Bonny jagt gar nicht. Wir können sie daher auch so gut wie immer frei laufen lassen.

-sehr schlau/ lernwillig
Bonny liebt es neue Tricks zu lernen und lernt diese auch sehr schnell. Das erleichtert die Erziehung eines Kromis um einiges.
Jedoch durchschaut der Kromfohrländer seine Besitzer auch genau und passt man nicht auf weiß der Kromi schon nach kurzer Zeit, wie er seine Menschen um die Pfoten wickelt.
Konsequenz ist ganz wichtig bei der Erziehung des Kromfohrländers- auch wenn es einem nicht leicht fällt, wenn der Kromi Welpe einen mit seinen braunen Augen lieb anschaut. Doch es wird sich auszahlen. Bonny stellt die Befehle nicht in Frage und ist stets darauf bedacht, den Besitzern zu gefallen.

-liebt sein Rudel über alles
Das kann ich ausnahmslos bestätigen. Für sie gibt es nichts schöneres als mit dem Rudel etwas zu unternehmen. Egal ob Opa, Oma, Tante und Cousinen- jeder wird mit einer großen "Zeremonie" (Jaulen, "lachen", auf den Boden schmeißen, Ohren lecken) begrüßt.

-Fremden anfangs zurückhaltend
Der Kromi ist sicher kein Hund der auf Fremde schwanzwedelnd zurennt. Manche Kromis lassen sich von Fremden nur mit Bestechung (Leckerlies) streicheln. Bei Bonny ist das nicht der Fall. Sie ist zwar zurückhaltend (springt z.B  nicht an Fremden hoch wie das bei anderen Rassen der Fall ist- zum Glück!) aber keineswegs ängstlich. Kommen Fremde in unser Haus, so wird kurz laut gegeben, sich dann aber auf ihr Kissen gelegt. Nach einiger Zeit ist Bonny dann jedoch auch an den Fremden interressiert und genießt es dann auch sehr von dieses gestreichelt zu werden.

-lebhaft
Eindeutig. Bonny liebt es zu Spielen und zu Rennen. Agility ist für den Kromfohrländer auch eine ideale Sportart. Bonny ist immer hellauf begeistert, wenn es wieder auf den Hundeplatz geht.

-kinderfreundlich
Bonny ist mit Kindern groß geworden und es hat nie irgendwelche Probleme gegeben. Zu wilde, kleine Kinder (die sich am Fell oder der Rute fest krallen), mag sie jedoch nicht. Bonny hält dann einfach Abstand von Ihnen. Wissen die Kinder jedoch wie man mit einem Hund umzugehen hat (nicht festhalten, wenn der Hund das nicht möchte, ect.) so gibt es auch mit fremden Kleinkindern keinerlei Probleme.
 
-pflegeleicht
Eine wunderbare Sache am Kromi ist, dass er keinen hundetypischen Eigengeruch hat.
Viele Leute fragen uns immer wie wir es denn schaffen, dass Bonny so ein weiches Fell hat. Shampoo? Jeden Tag kämmen? Die Antwort verblüfft die meisten Leute: Wir nutzen gar kein Shampoo und gekämmt wird sie weiß Gott nicht jeden Tag. Während dem Fellwechsel muss man natürlich öfter zu kämmen, da Bonny viel Fell verliert. Aber ansonsten muss man sich um das Fell kaum kümmern.

-anpassungsfähig
Das Schönste ist es für Bonny immer mit dem Rudel unterwegs zu sein. Hauptsache sie darf mit. Auch beim Campen am Lago Maggiore begleitet uns Bonny immer. Da wir eine Hundebox für sie haben und diese auch immer mitnehmen, fühlt sie sich egal wo wir sind in der Box geborgen.



Krankheiten, die beim Kromfohrländer häufiger Auftreten sind:

- Epilepsie
- Autoimmunerkrankungen